Im blauen Netz: #thinblueline und Digitales Community Policing auf Instagram

von Forschungsgruppe Instacops[1]

Die Polizei Niedersachsen betreibt unter dem Hashtag #instacops personalisierte Accounts auf Instagram. Durch die Verwendung des Hashtags #thinblueline werden dort autoritäre und rechte Narrative bedient, welche die Polizei als Verteidigerin der Gesellschaft vor Anomie und Chaos stilisieren. Die­se erhalten Einzug in die offizielle polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Raum und tragen zu deren Normalisierung und Etablierung bei.

Die deutschen Polizeibehörden haben in den vergangenen Jahren die sozialen Netzwerke für sich entdeckt: Was mit vereinzelten Auftritten von Polizeidirektionen und -inspektionen zur Informationsbereitstellung und Nachwuchsgewinnung auf Twitter und Facebook begann, erstreckt sich heute von der verbildlichten Selbstpräsentation einzelner Polizeibehörden und Beamt*innen auf Instagram, über die audiovisuelle Inszenierung des polizeilichen Studien- und Ausbildungsalltags via dem Instant-Messaging-Dienst Snapchat, bis hin zu uniformierten Performances zu musikalisch unterlegten Videoclips auf TikTok. Das breitgefächerte digitale Kommunikationsangebot stellt den Versuch dar, die polizeiliche Präsenz im digitalen Raum auszubauen und soziale Netzwerke behördlich nutzbar zu machen. Die vielfältigen Möglichkeiten zur eigenständigen Produktion und Verbreitung von Inhalten im Zuge fortschreitender Digitalisierung erlauben es den Polizeibehörden, sich aktiv in die Ausgestaltung der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Institutionen einzubringen und reichweitenstark als diskursformende Akteurinnen in Erscheinung zu treten. Dabei können sie polizeiliche Deutungsangebote von Wirklichkeiten anbieten, welche sich nahtlos in behördliche Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Netzwerken integrieren lassen.

In den vergangenen Jahren haben die deutschen Polizeibehörden auch ihre Präsenz auf der fotozentrierten Plattform Instagram erheblich ausgebaut. Das soziale Netzwerk hat vielerorts längst Einzug in die Praxis behördlicher Öffentlichkeitsarbeit gehalten, wobei sich die Art der Nutzung sowie der Umfang an Accounts zwischen den Behörden teilweise deutlich unterscheiden. Bundes- und Länderpolizeien, sowie nicht selten auch ihre untergeordneten Polizeidirektionen und -inspektionen, betreiben mittlerweile offizielle nicht-personalisierte Accounts auf Instagram, auf denen die jeweiligen Institutionen in ihrer Gesamtheit repräsentiert werden sollen. In einigen Bundesländern führen Polizeien in Ergänzung dazu offizielle personalisierte Accounts, auf denen sich einzelne Polizist*innen oder Anwärter*innen mit Klarnamen zeigen und ihren Behörden ein wiedererkennbares Gesicht geben wollen. Parallel dazu lassen sich auf Instagram unzählige private Accounts von Polizist*innen finden, auf denen sich die Betreibenden etwa uniformiert im Einsatzfahrzeug zeigen oder andere Einblicke in ihren Dienstalltag gewähren, womit sie bis zu zehntausend Follower*innen ansprechen.

Obwohl sich die drei vorgestellten Typen polizeilicher Präsenz auf Instagram in Hinblick auf ihre rechtlichen Grundlagen, Repräsentationsansprüche und Resonanzverhalten polizeiexterner Nutzer*innen teilweise erheblich unterscheiden, ist ihnen eine ähnliche Bildsprache gemein, die über tradierte visuelle Muster behördlicher Selbstrepräsentationen in Kampagnen zur Nachwuchsgewinnung oder Legitimitätseinhegung hinausgeht. Zwar kommt auch dort die polizeiliche Bildästhetik nicht ohne muskulöse Oberarme, Waffen und Blaulicht aus, dennoch wird sie gezielt um (vermeintlich) „weiche“ und „menschliche“ Seiten ihrer Amtsträger*innen ergänzt: Polizist*innen posieren mit geretteten Tierbabies, thematisieren Überforderung und Vulnerabilität im polizeilichen Alltag, reflektieren belastende Einsatzsituationen oder werden in privat wirkenden Inszenierungen jenseits der Uniform gezeigt. Sie schießen Selfies im Einsatzfahrzeug, werden visuell ansprechend in Szene gesetzt oder überbetonen authentizitätssteigernd ihren amateurhaften Umgang mit der eigenen Smartphonekamera. Durch derartige Anlehnungen an plattformtypische Ästhetiken und Darstellungsformen können Polizeibehörden ihre Accounts für viele Nutzer*innen anschlussfähig ausgestalten. Die digitale Präsenz von Polizist*innen auf Instagram fügt sich zudem nahtlos in gegenwärtige Aufmerksamkeitsökonomien ein, die primär auf die visuell ansprechende und reichweitengenerierende Präsentation von Individuen, kommerziellen Gütern und Dienstleistungen ausgerichtet sind.[2] Polizeibehörden und Polizist*innen orientieren sich dabei an Grundsätzen des Influencer*innen-Marketings, wobei die soziotechnischen Funktionslogiken der Plattform zur sozialen Interaktion und ästhetischen Repräsentation nicht eingesetzt werden, um Produkte zu verkaufen, sondern um Narrative aufzubauen und digitale Identitäten zu konstruieren, die nicht explizit die Institution Polizei bewerben, sondern implizit vertrauensgenerierend und normvermittelnd wirken sollen.[3]

Digitales Community Policing in Niedersachsen

In Niedersachsen materialisiert sich die personalisierte Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Netzwerken im Digitalen Community Policing (DCP): Unter dem Hashtag #instacops betreibt die Polizei seit 2019 offizielle personalisierte Instagram-Accounts, auf denen Polizist*innen im digitalen Raum ‚Gesicht-Zeigen‘. Dort wollen sie mit Bürger*innen in Kontakt treten, virtuell Präsenz zeigen und das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei stärken.[4] Die neue Kommunikationsstrategie ist Teil anhaltender „Modernisierungsprozesse”, in denen „Kommunikation, Transparenz und Zusammenarbeit”[5] im Mittelpunkt stehen sollen und „Präsenz und Bürgernähe”[6] zu den künftigen Kernaufgaben der Polizei Niedersachsen erklärt werden. Dafür wurde im Jahr 2017 die strategische Koordinierungsstelle „Soziale Medien” im Landespolizeipräsidium eingerichtet und landesweit acht Social-Media-Manager*innen eingestellt. Durch einen Erlass aus dem Ministerium für Inneres und Sport wurde Instagram im Jahr 2018 für die polizeiliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit freigegeben. Im Jahr 2019 sind die ersten Community Policer, die von der Behörde auch als Instacops bezeichnet werden, online gegangen.

Mittlerweile gibt es im Rahmen des DCP in Niedersachsen 22 offizielle personalisierte Accounts (Stand: Juni 2021). Bisher verfügen die dortigen Behörden jedoch (noch) über keine expliziten gesetzlichen Vorschriften für die Instagram-Aktivitäten ihrer Polizist*innen, wenngleich die Grundsätze des Sachlichkeits- und Neutralitätsgebots auch die rechtliche Grundlage für digitale Polizeiarbeit darstellen. Zunehmend formuliert die Polizei behördeninterne Guidelines und Best Practices für die Öffentlichkeitskommunikation in sozialen Netzwerken, die jedoch nicht für Bürger*innen transparent einsehbar sind.[7]

Die personalisierte Kommunikation im Rahmen des DCPs zielt darauf ab, das Bild einer bürger*innennahen Polizei durch Präsenz in sozialen Netzwerken herzustellen. Es kann als Projekt „informatorische(r) Eigenrepräsentation“ gelesen werden, welches Bürger*innen darin bestärken soll, in Vertrauen gegenüber der Polizei zu investieren, mit ihren Vertreter*innen zu kooperieren und polizeiliche Perspektiven nachzuvollziehen und zu übernehmen.[8] Die niedersächsischen Instacops bedienen sich dabei einer plattformtypischen Bildsprache: Sie folgen den ungeschriebenen Regeln informeller Kommunikation durch Entertainment und Infotainment sowie vermeintlicher Privatheit und Authentizität. Die Instacops werden so zu Markenpersönlichkeiten der Polizei Niedersachsen, welche die Marke menschlicher erscheinen lassen und ihr damit sprichwörtlich ein ‚Gesicht‘ geben. Individuelle Polizist*innen sollen als Markenbotschaft*innen für ihre Institution und deren Werte stehen. Über personalisierte Narrative kann sich die Polizei Niedersachsen nicht nur als attraktiver Arbeitgeber inszenieren, sondern polizeiliche Deutungs- und Interpretationsangebote verbreiten. Auffallend ist hier, dass nicht nur visuelle und intertextuelle Narrative einer offiziellen, nach außen gerichteten Polizeikultur dargestellt, sondern auch Werte und Normen von informellen und polizeiinternen Erzählungen artikuliert werden. Ein Ausdruck davon sind Referenzen zur Thin Blue Line, die von den Instacops als Hashtags verwendet werden.

Der Hashtag #thinblueline

Der Hashtag #thinblueline referiert auf das Symbol und dahinterliegende Narrative der Thin Blue Line (TBL), welche die Polizei als dünne blaue Linie zur Verteidigerin der Gesellschaft vor Anarchie und Chaos stilisieren. Symbolisiert wird die TBL als blauer Strich auf schwarzem Grund, wobei auch abweichende Darstellungen verbreitet sind, etwa auf ausgegrauter US-amerikanischer Nationalflagge. Ihr historischer Ursprung lässt sich auf die Thin Red Line in der Schlacht um Balaklawa 1854 zurückführen, bei der sich eine dünne, linienförmige militärische Formation des (rot uniformierten) schottischen Highlander Regiments dem übermächtigen Ansturm einer russischen Kavallerie entgegenstellte. Im militärischen Kontext erscheint die antagonistische Aufteilung klar: Angreifende und Verteidigende, Freunde und Feinde. Aber auch bei der polizeilichen Adaption der Symbolik bildet der eindeutige Dualismus den wesentlichen Grundstein der Philosophie, denn auch dort teilt die dünne blaue Linie die Gesellschaft in zwei (gleich groß imaginierte) Hälften, die durch zwei schwarze Farbblöcke symbolisiert werden. Auf der oberen Hälfte die Zivilisation, die rechtschaffene und schutzbedürftige Bevölkerung, auf der unteren Hälfte die Barbarei, die gesellschaftlichen Abgründe von Kriminellen und sonstigen Delinquent*innen, die nur darauf warten, über die Zivilisation hereinzubrechen. Dazwischen steht, als letzte und einzige Verteidigungslinie auf einem einsamen Posten: die Gemeinschaft blau uniformierter Polizist*innen, als letzte Instanz gegen den Zusammenbruch der Zivilisation.[9]

Alltägliche Polizeiarbeit wird in dieser Logik zu einer Handlung aufgewertet, durch welche die Hilflosen in der Gesellschaft und die Zivilisation an sich verteidigt werden. Auch die profansten Tätigkeiten des Berufs, wie Führerscheinkontrollen oder das Anfertigen von Berichten, können so als bedeutungsvoller Dienst an der Gemeinschaft erzählt werden. Die Narrative der TBL identifizieren die Polizei damit nicht nur als relevanteste Institution für die Bearbeitung gesellschaftlicher Probleme, sondern erklären diese darüber hinaus zum einzigen und wesentlichen Garanten, Bewahrer und Produzenten der Zivilisation an sich.[10]

„The TBL, then, articulates the deep-seated belief that police are necessarily a first-order prerequisite for ‘civilization’ to exist in the first place, let alone thrive and flourish. To speak in the name of the TBL is to specifically articulate police as the primary force that secures, or makes possible, all the things said to be at the core of ‘human’ existence: liberty, security, property, accumulation, law, civility, and even happiness”.[11]

Das polizeiliche Selbstbild der TBL wird in einem permanenten Zustand von Bedrohung, Unsicherheit und Instabilität imaginiert, welcher sich bereits aus der Bezeichnung als dünne blaue Linie ableitet.[12] Normalität wird zur konstanten Ausnahme erklärt und zu einer Legitimationsgrundlage für jedwedes polizeiliches Handeln, da es gleichbedeutend mit der Verteidigung und Genese des Zivilisationsprojektes an sich wird.[13] Gleichzeitig markiert diese Logik die polizeiliche Perspektive zum definitorischen Ausgangspunkt über die Frage, bei welcher Person oder welchem Verhalten die Zivilisation aufhört und die Barbarei beginnt. Während die Polizei in diesem Verständnis niemals selbst abweichend, deviant oder barbarisch handeln kann, steht und ordnet die blaue Linie zwischen Normalität und Abweichung in der Gesellschaft. Sie kann so nie selbst Teil der imaginierten Hälften einer Gesellschaft sein, womit sich die Polizei in der Narration der TBL jeglicher normativer Beurteilung enthebt. Das zugrundeliegende Verständnis von Institutionen sowie die offensichtliche Überhöhung polizeilicher Kompetenzen sind mit rechtsstaatlichen Grundsätzen einer Demokratie unvereinbar. Dennoch sind das Symbol und die Narration der TBL (auch abseits sozialer Netzwerke) hierzulande und anderswo weit verbreitet.

Die Verbreitung der Thin Blue Line

Neben Anhänger*innen der neuen und alternativen Rechten werden das Symbol der TBL und die dahinterliegende Narration insbesondere durch Mitglieder von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsauftrag (BOS) sowie der Strafverfolgung im angelsächsischen Raum genutzt. Eine starke Verbreitung erfuhr das Symbol im Kontext der Blue-Lives-Matter-Bewegung, die sich im Jahr 2014 als Gegenbewegung zur Black-Lives-Matter-Bewegung formierte. Seit der zweiten Hälfte der 2010er Jahre taucht die TBL auch vermehrt im deutschsprachigen Raum auf. Eine der ersten medial dokumentierten Rezeptionen in Deutschland ist auf die AfD-Bundestagsabgeordnete Alice Weidel zurückzuführen, die 2018 einen Kommentar in der Zeitung Junge Freiheit unter dem Titel „Die ‚dünne blaue Linie‘“ veröffentlichte.

Auch in den Reihen der Polizeibehörden ist die TBL präsent, wie etwa ein Klett-Patch im TBL-Look zeigt, welches durch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) seit 2019 an Mitglieder ausgegeben wird, um „prägnant ihre Berufszugehörigkeit und ihre Solidarität zu demonstrieren“.[14] Deutlich wird eine unkritische Übernahme auch an einer 2015 durchgeführten Mitgliederversammlung einer GdP-Kreisgruppe,bei welcher der damalige stellvertretende Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen erklärte, Polizist*innen seien Teil einer „dünnen, uniformblauen Linie“.[15] In einem anschließenden Gottesdienst wurde die TBL unter dem Titel „Kraftquellen“ als „Kraft geben(d) für die besonderen Belastungen und Herausforderungen im Alltag und im Dienst“ beschrieben.[16]

Während Vertreter*innen der Polizei immer wieder beteuern, dass es sich bei der TBL lediglich um einen Ausdruck von Solidarität und Wertschätzung für ‚Männer und Frauen in Blau‘ handele, scheinen vereinzelte Polizeidirektionen die Problematik anzuerkennen. Darauf deutet zumindest ein Fall bei der Polizei Berlin hin: In einem Beitrag, der auf ihrem Twitter-Account veröffentlicht wurde, war ein uniformierter Beamter mit widerrechtlich angebrachtem TBL-Patch zu sehen, woraufhin gegen diesen ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde.

Die TBL ist auch im deutschsprachigen Raum nicht nur ein Phänomen sozialer Netzwerke, wenngleich sie dort auf besonders fruchtbaren Boden fällt. Die Narration der TBL entspringt größtenteils popkulturellen Repräsentationen[17] und trägt sich nach dem Motto „the street scripts the screen and the screen scripts the street”[18] über diese weiter fort. Sucht man auf Instagram nach dem Hashtag #thinblueline ist der größte Teil der rund 2,6 Millionen Beiträge (Stand: September 2021) dem englischsprachigen Raum zuzuordnen. Die dargestellten visuellen und intertextuellen Narrative beziehen sich mehrheitlich auf eine US-amerikanische Polizei, die sich in ihrer (digitalen) Selbstdarstellung martialisch, patriotisch und militaristisch darstellen will. Gleichzeitig fallen zahlreiche Beiträge mit Abbildungen von Uniformen, Waffen und Einsatzfahrzeugen sowie klassische heteronormative Gender-Darstellungen auf. Muskeln, sexualisierte weibliche Körper, Waffen und Blaulicht bilden hier einen popkulturellen Querschnitt, der an Musik-Videos, Videospiele und Actionfilme erinnert. Diese Beiträge adressieren durch gleichzeitige Nutzung weiterer Hashtags wie #police, #bluelivesmatter, #policewoman, #(thin)bluelinefamliy, #backtheblue, #firstresponders und #k9 einen erweiterten blaulichtaffinen Nutzer*innenkreis. Das Netzwerk aus Beiträgen mit #thinblueline scheint zum Großteil aus Supporter*innen und Fans einer ‚thin blue line family’ zu bestehen, in der etwa ‚law enforcement wives’, also Ehefrauen von Polizisten, welche die Vulnerabilität und polizeiliche Identität ihrer Ehemänner verhandeln und dabei die Mottos ‚back the blue’ und ‚hold the line’ durch ihre eigene Selbstaufopferung als Dienst an der Gesellschaft kommunizieren und ästhetisieren. Durch den Verkauf von Fanartikeln wie Tassen, Armbändern und T-Shirts wird die TBL zusätzlich popkulturell aufgeladen, aus dem Internet in den physischen Raum getragen und ermöglicht Nutzer*innen, andere Mitgliedern der ‚thin blue line family’ finanziell zu unterstützen.

Zieht man das Analyseraster auf Instagram enger und fokussiert auf deutschsprachige Beiträge mit TBL-Bezug, finden sich neben Fotos von Einsatzwagen im Sonnenuntergang sowie mit Pathos belegte Heldendarstellungen und Solidaritätsbekundungen mit der Arbeit von Einsatzkräften, vor allem Fotos (meist uniformierter) Mitglieder der BOS und Strafverfolgung, wobei Accounts der abgelichteten Personen in der Regel verlinkt sind. Auch Beiträge von Interessenverbänden deutscher Polizist*innen tauchen gelegentlich unter dem Hashtag auf. In diesen Bereich fallen auch immer wieder private Accounts von Polizist*innen, die in manchen Fällen in ihren Profilbeschreibungen oder Profilnamen TBL-Bezüge herstellen und vereinzelt sogar Beiträge mit erkennbaren Patches auf der Uniform posten. Auch diese Accounts werden häufig von den niedersächsischen Instacops abonniert oder in ihren Beiträgen markiert.

Ein besonders deutliches Beispiel für die Verwobenheit von TBL und Popkultur sind polizeiliche Memeseiten, die polizeiliches Alltagserleben in humoristischen Häppchen servieren, politisch kommentieren oder ihren Abonnent*innen ein affektives Orientierungsangebot zu Verfügung stellen. Ob als kritisches Framing der Polizei, das selbstironisch übernommen wird, oder ob ein virales Video von Polizist*innen nachgestellt wird oder die ‚Gang‘ Polizei mit TBL-Symbol unterlegt (das passende Motiv gibt‘s logischerweise auch im eigenen Shop) auftaucht– die Darstellung in Memes irritiert das gängige Bild von humorlosen Ordnungshüter*innen und suggeriert stattdessen eine aufregende und identitätsstiftende Subkultur voller Selbstironie. In diesem Kontext tauchen Hashtags wie #polizei, #blaulicht, #blausilber und #blaulichtfamilie in Kombination mit der TBL auf, die eine breitere Interessengemeinschaft adressieren, während Hashtags wie #wirfüreuch, #sicherfürdich, oder #polizistmensch auf das eigene polizeiliche Rollenverständnis hinweisen.

Die TBL ist aber nicht nur ein Phänomen im Kontext privater Accounts, sondern taucht auch immer wieder auf offiziellen Accounts in Kombination mit den oben genannten Hashtags auf. Im Falle der niedersächsischen Polizeiaccounts ist dabei festzustellen, dass die TBL etwas zurückhaltender verwendet wird als bei anderen offiziellen oder privaten Accounts und überwiegend neben Hashtags wie #instacops oder #communitypolicing erscheint. Neben der Verwendung durch mehrere niedersächsische Instacops, taucht der Hashtag auch unsystematisch auf anderen offiziellen Accounts der Polizei Niedersachsen auf, wobei der Hashtag oft in keinem direkt sichtbaren Zusammenhang zum visuell Dargestellten steht – abgesehen von der Tatsache, dass Polizist*innen abgebildet sind. Ein Instacop postete zwar Beiträge, die das TBL-Symbol direkt abbildeten, löschte diese und weitere Beiträge mit TBL-Bezug aber im März 2021 kommentarlos und entfernte TBL-Hashstags aus allen Beiträgen. Sonstige visuelle Referenzen abseits des Hashtags finden sich vor allem in schwarz-blau-schwarzen Farbgebungen von Emojis (beispielsweise ⚫️🔵⚫️ oder 🖤💙🖤). Darüber hinaus werden Bezüge und Sympathien durch Markierungen von privaten Accounts oder von Polizist*innen und Unterstützer*innen, die sich offen auf ihren Accounts mit der TBL assoziieren, genauso deutlich wie dadurch, dass mehrere Instacops (teilweise regelmäßig) Beiträge oder Fotos von diesen privaten Accounts featuren oder reposten und/oder ihre Profile durch diese markieren lassen. Eine der niedersächsischen Instacops tritt zudem als Gastautorin in einem Blog von Polizeiunterstützer*innen mit TBL-Bezug auf, der „Polizistmensch“ heißt.

Die Nutzbarmachung der Thin Blue Line

Im Rahmen des DCPs werden polizeiliche Narrative der TBL mit einem bürger*innennahen Selbstverständnis der niedersächsischen Instacops in Einklang gebracht. Wieso aber provoziert der Hashtag #thinblueline keine Irritationen, wenn er beispielsweise in einem Post einer niedlich wirkenden Kinderzeichnung von einem Polizeiauto die Brücke zum TBL-Grundverständnis der Polizei als notwendige Bedingung für eine funktionierende zivilisierte Gesellschaft schlägt? Denn obwohl die Instacops hauptsächlich visuell ansprechende Beiträge generieren, erscheint die Narration der TBL dieser Bildsprache zunächst zu widersprechen: Schließlich verbindet sie mit der Verwendung des Hashtags einen militant anmutenden visuellen Diskurs aus dem US-amerikanischen Kontext mit der digitalen Öffentlichkeitsarbeit deutscher Polizeibehörden. Damit reproduzieren die Instacops implizit die Bedeutungen der TBL, normalisieren ihr Weltbild und aktualisieren das dahinterliegende Narrativ in ihrer offiziellen Behördenkommunikation. Harmlos und unscheinbar wirkende Bebilderungen in Kombination mit anderen (nicht-polizeilichen) Hashtags wie #danke, #allaboutme oder #instadaily verstärken diesen Effekt, tragen zur Etablierung der TBL im digitalen Raum auch unter deutschen Polizist*innen bei und verschleiern die zugrundeliegenden Wertevorstellungen der TBL.

Beim DCP werden bestehende, internationale polizeiliche Netzkulturen[19] aktiviert, die im digitalen Nahbereich des Hashtags #thinblueline verräumlicht sind. Damit werden die Instacops anschlussfähig für ein breiteres Publikum und einen erweiterten blaulichtaffinen Nutzer*innenkreis. Die Polizei Niedersachsen scheint den Hashtag folglich auch mit der Absicht zu verwenden, die Reichweiten ihrer Beiträge auf Instagram erhöhen zu wollen.

Die digitale Konstruktion von Menschlichkeit

Doch Verbindungen zwischen den Selbstverständnissen von TBL und bürgernahen Instacops werden nicht nur aufgrund eines gemeinsamen Hashtags deutlich, sondern auch durch eine konzeptionelle Überschneidung eines Selbstverständnisses: Durch die Konstruktion einer polizeilichen Menschlichkeit und aktive Bezugnahme auf diese. Sie wird zum Teil durch einen detaillierten Einblick in innerpolizeiliche Prozesse, Gefühlswelten und Sinnstrukturen hergestellt und manifestiert sich auch im viel genutzten Hashtag #polizistmensch. Innenwelten der Polizei, in die Instacops ihre Follower*innen mit exklusiven Einblicken einladen wollen, wurden von Rafael Behr als Cop Culture beschrieben. Sie setzt einen Kontrapunkt zum formal regulierten polizeilichen Handeln:

„Cop Culture vermittelt zwischen innen und außen und stellt Sinndeutungen zur Verfügung, die das Leben an der Grenze zwischen der heilen Welt und der Welt des Verbrechens und der Gefahr ausdeuten. Polizisten halten die Wirren und Spannungen ihres Dienstes aus, weil sie sich als Verteidiger einer guten Ordnung sehen, deren Zentrum bzw. Idealtypus die Organisation (Familie) Polizei ist. Cop Culture ist vor allem eine Homogenitätskultur, die sich auf die Gemeinschaft bezieht, die innerhalb eines äußeren ‘Systems’ existiert. Wahrscheinlich ist der Kern der Verbundenheit dieser Gemeinschaft die ‘Gefahr’”.[20]

Während das Zitat direkte Bezüge zum Weltbild der TBL verdeutlicht, kann das Konzept der Cop Culture an unsere Beobachtung angeschlossen werden, dass im Rahmen des DCPs polizeiliche Netzkulturen auf Instagram aktiviert werden. Sie vermitteln polizeiliche Markenwerte wie Loyalität, Familiarität und das Band einer Gefahrengemeinschaft. Durch die gegenseitige Bezugnahme der einzelnen Accounts aufeinander, die polizeiliche Werte- und Normvorstellungen in digitalen Interaktionen live erlebbar machen, erweckt die Polizei den Eindruck, menschlich und teamorientiert zu sein. Dafür werden Ressourcen und Narrative der Cop Culture mobilisiert, zu denen sich auch die Narrative der TBL zählen lassen, um das formale, behördliche Image der Polizei zu kontrastieren.

In diversen Posts der Instacops lässt sich das polizeiliche Selbstverständnis der TBL ablesen, obwohl sich die Polizei Niedersachsen explizit als bürgernah, menschlich und ansprechbar versteht. Besonders plastisch wird diese Beobachtung in einem wütenden Silvesterpost der niedersächsischen Streifenpolizistin und Instacop Isabella Harms,[21] indem sie Angriffe auf Rettungskräfte an Silvester problematisiert. Sie schreibt dort unter anderem: „Ich lade euch ein, ein paar Schritte weiter zu denken: Wir Polizisten werden alle arbeitslos, weil ihr es euch so wünscht. Überall wird Kriminalität herrschen und es wird der Satz ‚survival of the fittest’ gelebt”. Der Angriff auf Polizei- und Rettungskräfte wird als Angriff auf die Zivilisation selbst erzählt. Wenn die Anwesenheit der Polizei nicht erwünscht ist, ist das gleichermaßen ein Angriff auf die Ordnung selbst. Das Argument folgt in der Hinsicht jener Logik von TBL, in der die Polizei eine zentrale Stellung für die Herstellung der humanistischen zivilisierten Grundordnung einnimmt. Während nicht nur Harms eigenes Selbstverständnis als Streifenpolizistin deutlich wird, kristallisiert sich außerdem ein weiterer Aspekt von Menschlichkeit heraus, der zentral für die Social-Media-Strategie der niedersächsischen Polizei ist: Isabella Harms kann auf Instagram ihre Wut eindrücklich und persönlich vortragen. Auch dabei spielt Menschlichkeit eine Rolle, weil sie damit einen Stil praktiziert, der an den instagramspezifischen, affektorientierten Kommunikationsstil angepasst ist. Sie tritt als polizeiliche Markenpersönlichkeit auf und trägt mit ihren persönlichen Äußerungen und Wertungen zu ihrer kohärenten Persönlichkeitsinszenierung bei. Angelehnt an den Stil von Influencer*innen tritt sie als emotionale Figur auf, um Authentizität und somit Vertrauen in die Polizei als Organisation zu generieren. Auch andere Instacops inszenieren sich in dieser Doppelrolle und zeigen sich etwa halb uniformiert, halb zivil. Auch ein kurzes Video mit der Bildunterschrift „Cops are human, too“ ist zu finden, im Hintergrund läuft passend: „We’re only human, after all“ von Rag’n’Bone Man.

Die Überbetonung polizeilicher Menschlichkeit ist außerdem konstitutives Element der TBL um die Fragilität der guten Ordnung darzustellen: Denn wenn die gute Ordnung und damit auch Polizist*innen nicht konstant bedroht und angegriffen würden, wäre die polizeiliche Stabilisierung dieser Ordnung nicht so gefährlich und risikobehaftet. Außerdem würde das Kernanliegen der Polizei delegitimiert werden, weil die Notwendigkeit und Dringlichkeit polizeilicher Interventionen untergraben würde.Die TBL baut folglich auf polizeiliche Verletzbarkeit auf, weil Polizist*innen konstant unter der stetigen Belastung stehen, die herrschende Ordnung zu verteidigen und dadurch Verletzungen davontragen, die auf Instagram ausschnitthaft offen zur Schau gestellt werden. Nicht umsonst ist die TBLSymbol für die Blue-Lives-Matter-Bewegung in den USA, für die das Gedenken an im Dienst verstorbene Polizist*innen zentral ist.

Auf Instagram spiegelt sich eine Mentalität des ‚wir halten unsere Knochen für euch hin‘ wieder. Sie materialisiert sich besonders im Hashtag #sicherfüreuch, der sich während der Corona-Pandemie etabliert hat. Er konkretisiert die Mentalität, dass polizeiliche Aktivität sich immer einer Gefahr ‚da draußen‘ aussetze und somit immer eine Opferbereitschaft der individuellen Beamt*innen erfordere. Die Polizei selbst kompromittiert ihre eigene Sicherheit, um die Sicherheit für die hegemoniale Mehrheitsgesellschaft herzustellen. Dabei ist sie verletzlich, weil sie sich dem Risiko, für das übergeordnete Ziel selbst Schaden zu nehmen, aussetzt.

Die Inszenierung von Menschlichkeit funktioniert auf Instagram auch als Immunisierungsstrategie, weil zur scheinbar menschlichsten aller Eigenschaften gleichermaßen Fehlverhalten gehört: Polizeigewalt und strukturelle Ungleichbehandlung durch polizeiliches Handeln kann so entweder abgewehrt („Wir können auch nicht alles richtigmachen“) oder als individualisiertes Versagen und ‚Ausrutscher’ konstruiert werden („Jeder macht mal Fehler“). Menschlichkeit scheint Gewaltfreiheit zu implizieren und zielt darauf ab, die Vorwürfe von polizeilichen Übergriffen und Gewaltexzessen als unplausibel zu markieren.

Schlussfolgerungen

Im vorliegenden Beitrag haben wir erörtert, welche Bedeutungen der Hashtag #thinblueline im Kontext der niedersächsischen Instacops entfaltet. Grundlegend ist die Beobachtung, dass sich polizeiliche Kommunikation in sozialen Netzwerken in Form, Stil und Inhalt stark von herkömmlicher institutioneller Öffentlichkeitsarbeit unterscheidet. Speziell auf Instagram ist eine Fokussierung auf visuelle Darstellungen zu beobachten, die neue Bezugsräume schafft und polizeiliche Selbstdarstellung durch das Visuelle in den Mittelpunkt rückt.

Die Personalisierung der niedersächsischen Instacops, welche als Markenbotschafter*innen für die Polizei auftreten und sich im plattformtypischen Stil an die Bildsprache von Influencer*innen anlehnen, schafft einen Verbindungspunkt zwischen behördlicher Kommunikation und popkulturellen Narrativen. Wie sich am Beispiel der TBL nachvollziehen lässt, erhalten Nutzer*innen der Plattform Instagram dadurch einen Einblick in eine sonst weitgehend vertrauliche und nicht-öffentliche Cop Culture, die sich in Beiträgen polizeilicher Netzkulturen ausdrückt.

Die TBL kann dabei als verbindende Linie zwischen diesen polizeilichen Netzkulturen auf Instagram gelesen werden, die sich im Kontext der Verschmelzung von polizeilicher Öffentlichkeitsarbeit mit popkultureller Organisationskultur materialisiert. Über den Hashtag #thinbluelinewird eine ingroup an Personen geformt, die für die Produktion von Sicherheit verantwortlich sind (oder sich dafür verantwortlich fühlen), sich entlang geteilter Norm- und Wertvorstellungen verhalten (oder sich entsprechend inszenieren) und eine gemeinsame visuelle Ästhetik teilen. Über kollektive polizeiliche Netzkulturen spannt der Hashtag globale Verbindungen zu anderen nationalen Polizeiverständnissen, die sich durch starke Heterogenität auszeichnen. Der Hashtag #thinblueline führt sie im Team Polizei zusammen und schafft eine kollektiv rezipierbare Sprache und Symbolik.

Wir konnten Spuren der TBL nachzeichnen, die von der US-amerikanischen Blue-Lives-Matter-Bewegung über deutsche Polizeigewerkschaften bis hin zu den niedersächsischen Instacops reichen. Die TBL fungiert dabei auch als trennende Linie, die klare Gegenüberstellungen enthält, welche die Bevölkerung in diejenigen unterteilt, die ein Recht auf Sicherheit haben, und in diejenigen, die es nicht haben, da sie selbst als potentielle Gefährdungsfiguren einer abstrakten Zivilisationskonzeption identifiziert werden. Die rassistischen, ableistischen, heteronormativen, sexistischen und auf Klassenverhältnisse bezogenen Implikationen, die mit einer derartigen Aufteilung in ‚unzivilisiert versus zivilisiert’ einhergehen, halten durch die Verwendung des Hashtags #thinblueline nicht nur Einzug in polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Raum, sondern tragen auch aktiv zu deren Normalisierung und Etablierung bei, was wiederum durch die begrenzte Rechtsdurchsetzung im digitalen Raum begünstigt wird.

Die von uns beobachteten Löschungen von Instagrambeiträgen mit TBL-Bezug einer niedersächsischen Instacop deuten zwar auf ein wachsendes Problembewusstsein innerhalb der Polizei hin, tasten aber das dahinterliegende Problem nicht an. Das nachträgliche Löschen von oder der zukünftige Verzicht auf TBL-Hashtags sowie der damit verbundenen visuellen und intertextuellen Referenzen kann nur eine kosmetische Behandlung des offiziellen Kommunikationsangebots der Polizei Niedersachsen auf Instagram darstellen. Die dahinterliegenden Wertevorstellungen und Weltbilder der dünnen blauen Linie lassen sich jedoch nicht so leicht aus den Köpfen der Beamt*innen streichen.

[1]      Im Rahmen des Forschungsprozesses fand in der Gruppe eine Auseinandersetzung mit Vorfällen sexualisierter Gewalt statt. Wir haben dazu eine Stellungnahme formuliert, die hier einzusehen ist: https://forschungsgruppeinstacops.wordpress.com/statement
[2]     s. dazu:Nymoen, O.; Schmitt, W.M.: Influencer – Die Ideologie der Werbekörper, Berlin 2021
[3]     s. dazu: Jin, S. V.; Muqaddam, A.; Ryu, E.: Instafamous and Social Media Influencer Marketing, in: Marketing Intelligence & Planning 2019, H. 5, S. 567-579
[4]     vgl. Polizei Niedersachsen: Digitales Community Policing, online v. 9.6.2021
[5]     Polizei Niedersachsen: Strategie 2027, onlinev. 6.7.2020
[6]     Hasselmann, M.: Polizei Niedersachsen Strategie 2027. Die Zukunft hat bereits begonnen, in: proPOLIZEI 2019, H. 6, S. 16 f. (17)
[7]     Lindenau, K.: Editorial, in: proPOLIZEI 2018, H. 2, S. 3
[8]     Pichl, M.: Polizei und Rechtsstaat: Über das Unvermögen, exekutive Gewalt einzuhegen, in: Loick, D. (Hg.): Kritik der Polizei, Frankfurt/M; New York 2018, S. 101–17 (114)
[9]     Auch Mitglieder von Bundeswehr, Rettungsdiensten, Zoll, Ordnungsdienst und Feuerwehr nutzen den #thinblueline auf Instagram. Private Sicherheitsfirmen greifen auf den #privateblueline zurück, Mitglieder der Feuerwehr verwenden ihn in Anlehnung als #thinredline.
[10]vgl. Linnemann, T.; Medley, C.: Fear the monster! Racialized violence, sovereign power and the thin blue line, in: Lee, M.; Mythen, G. (Hg.): The Routledge International Handbook on Fear of Crime, New York; Abingdon 2018, S. 65-81 (68f)
[11]    Wall, T.: The police invention of humanity: Notes on the ‘thin blue line’, in: Crime Media Culture 2020, H. 3, S. 319-336 (321)
[12]   vgl. ebd. (324)
[13]   vgl. ebd. (323)
[14]   Braun, S.: Thin Blue Line – Symbol für Solidarität mit der Polizei.GdP schließt sich der Aktion an, in: Deutsche Polizei 2019, H. 2, S. 18
[15]   Gewerkschaft der Polizei: Über 100 Kolleginnen und Kollegen bei der Mitgliederversammlung der GdP-Kreisgruppe Dortmund mit Jubilarehrung, online v. 20.11.2015
[16]   ebd.
[17]   Kurtz, D. L.; Colburn, A.: Police Narratives as Allegories that Shape Police Culture and Behaviour, in: Fleetwood, J.; Presser, L.; Sandberg, S.; Ugelvik, T. (Hg.): The Emerald Handbook of Narrative Criminology, Bingley 2019, S. 321-41 (329f)
[18]   Hayward, K.; Young, J.: Cultural Criminology: Some Notes on the Script, in: Theoretical Criminology 2004, H. 3, S. 259-273 (259)
[19]   Unter Netzkulturen verstehen wir lose Sozialzusammenhänge im digitalen Raum, die informelle Normen, Werte und spezifische Ästhetiken teilen. Sie sollten nicht als feste Gruppen gedacht werden, sondern vielmehr als interessensgeleitete Vernetzungen ähnlicher Accounts, Hashtags und Inhalte.
[20]  Behr, R.: Polizeikultur. Routinen – Rituale – Reflexionen. Bausteine zu einer Theorie der Praxis der Polizei, Wiesbaden 2006, S. 40
[21]   Der Beitrag vom 4.Januar 2020 wurde gemeinsam mit dem Account von Isabella Harms gelöscht, liegt den Autor*innen aber offline vor.

Beitragsbild: Bildrechte am Original Montecruz Foto nach (CC BY-SA 2.0), Veränderungen durch die Forschungsgruppe Instacops

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